Tough Guy 2016 - Tougher Start in ein neues Jahr

Das OCR-Jahr beginnt TOUGH mit dem wohl legendärsten Rennen seiner Art: dem Tough Guy The Original. Alleine der Name verbreitet einen gewissen Schauer über den Rücken der Eingeweihten. Auch wir vom Brooks Getting Tough Team kennen diese harte Strecke nur zu gut. Letztes Jahr hatten beispielsweise viele unserer Läufer mit Unterkühlung zu kämpfen. Das Wetter der letzten Wochen in Deutschland lies eine Ehrfurcht in uns allen hochkochen.

Blick auf die Killing Fields

Blick auf die Killing Fields

Seit nunmehr 30 Jahren findet das Rennen auf einer idyllischen Farm in der Nähe von Wolverhampton statt. Bis auf einige kleinere Änderungen ist die Strecke in den letzten Jahren fast unverändert. Doch das ändert nichts daran, dass dieser Wettkampf zu einen der Härtesten seiner Art weltweit gehört und wohl auch zu den Einzigartigsten.
Tausende Waghalsige pilgern jährlich zur South Perton Farm um sich selbst zu testen und sich das Recht zu verdienen echte Tough Guys / Tough Girls zu nennen.  Zum nunmehr siebten Mal versucht Getting Tough sich an der Strecke und hat zum Ziel den sechsten Teamsieg in Folge einzufahren.

Mr. Mouse himself

Mr. Mouse himself

Ein Tag vor dem Start
Es ist der 30. Januar 2016 als sich das Team zur Streckenbesichtigung in der Hotellobby trifft. Die eisigen Winde scheinen nichts Gutes zu verheißen... Solche Sturmböen morgen beim Wettkampf würden mit Sicherheit wieder ihren Tribut zollen. Aber es hilft ja nix! Schließlich sind wir die Titelverteidiger. Wir nutzen die Zeit neben der Streckenbesichtigung vor allem um internationale Freunde zu begrüßen und für einen kleinen Plausch mit der Legende höchstpersönlich. Zum wohl passendem Moment für Mr. Mouse wurden wir direkt für ein Interview mit einem französischen Fernsehsender herangeholt. Am Abend ging es für das gesamte Team noch zum gemeinsamen Abendessen, um sich gegenseitig die letzten Tipps zu geben.

Letzte Tipps vom Kallinator

Letzte Tipps vom Kallinator

31. Januar 2016 – Race Day
Wir stehen auf dem Hügel. Ein leichter kalter Wind weht uns durchs Haar und jeder ist angespannt. Es ist ein wenig surreal wie viele grandiose Sportler neben einem stehen und wie wir sehnsüchtig nur auf das Startsignal warten. Gegen 10 Uhr schwor uns der Captain auf den Wettkampf ein – seine Worte werden uns das Rennen über begleiten.
Ein Knall ertönt und die Masse setzt sich mit einem Affenzahn in Bewegung. Das kam unverhofft! Überall Rauch, Schreie, Trommeln und eine Zuschauermenge die uns vom Berg peitscht. Gas geben und versuchen sich weit nach vorne zu arbeiten ohne alle Körner zu verschießen, denn der Kurs ist zweigeteilt. Der erste Teil ist geprägt von einer langen Laufstrecke die ihren Höhepunkt an den nicht enden wollenden Slaloms findet. Spätestens hier trennt sich die Streu vom Weizen. Manch einer muss hier feststellen, dass er nicht optimal gekleidet ist und droht zu überhitzen. Ja richtig gehört! Das Wetter ist klar und die Sonne kommt immer mal wieder raus. Es könnte einer der wärmsten Tough Guy seit Jahren gewesen sein. Die Killing Fields bilden das Herzstück des Rennens. In dem brutalen Kurs, der sich ständig zwischen eisigen Wasser- und hohen Holz- und Seilhindernissen abwechselt, werden Sieger geboren. Erfahrung und Technik sind hierbei der Schlüssel zum Erfolg. Eines der härtesten Hindernisse ist das Wasser-Tauch-Hindernis. An dieser Stelle scheiden die meisten Teilnehmer aus dem Rennen aus. Wer es bis hierhergeschafft hat, der muss sich nur noch über vier größere Hindernisse schleppen, um dann den letzten Hügel hoch zu krabbeln bevor man einen lauwarmen Tee oder Kakao entgegen nehmen kann.

Der letzte Hügel vor dem Ziel

Der letzte Hügel vor dem Ziel

An der Spitze tobte dieses Jahr ein heißer Kampf: Hagen, der mit Vorsprung in die Killing Fields gestartet ist, musste sich bei seinem Debüt am Ende Conor Hancock knapp geschlagen geben. Kurz danach kamen auch schon Yannick und Felix unter den Top10 ins Ziel.

Hagen am Kämpfen

Hagen am Kämpfen

Sehr erfolgreich lief es auch für Susanne, die als erste Frau mit Abstand ins Ziel einlaufen konnte. Genau so gut lief es für uns als Team insgesamt – wir konnten zum sechsten Mal in Folge den Teamsieg mit nach Hause nehmen. Das war auch nur möglich, da viele weitere Teammitglieder unter den Top50 ins Ziel kamen.

Unsere Top-Ergebnisse

  • Susanne Kraus (1. Platz Frauen)
  • Hagen Brosius (2. Platz)
  • Yannick Bolesch (4. Platz)
  • Felix Baiker (6. Platz)
In der Umkleide

In der Umkleide

In alter GT-Manier darf dabei auch eine ausgelassene Feier am Abend nicht fehlen. Sichtbar stolz wurde auf den erfolgreichen Tag am Abend angestoßen.
Mission Accomplished. Wir sehen uns im Jahr 2017 auf der South Perton Farm wieder.
Vielen Dank auch an Michael Weiß für die tollen Photos.

Cheers und auf ein erfolgreiches Jahr 2016

Cheers und auf ein erfolgreiches Jahr 2016