Regelwerk

In diesem Post möchten wir euch das 12-seitige Regelwerk für den World’s Toughest Mudder etwas näherbringen. Auch für uns ist es nicht ganz einfach, all die Regeln im Kopf zu behalten.

(Screenshot von der Tough Mudder Homepage: https://toughmudder.com/events/worlds-toughest-mudder)

(Screenshot von der Tough Mudder Homepage: https://toughmudder.com/events/worlds-toughest-mudder)

Start des Rennens ist um 2.00 PM am Samstag, den 14. November. Das heißt auch, dass es nach Sonnenaufgang noch sehr lange dauert bis das Rennen zu Ende ist, denn früher war der Start um 12.00. Ende ist somit um 2.00 PM am Sonntag, den 15. November. Allerdings bekommt man zusätzlich nochmal 1,5h für die Finisher Lap Zeit – daher ist es allerspätestens um 3.30 PM zu Ende. Nur wer eine Finisher Lap vor 2.00 PM startet und zwischen 2.00 und 3.30 PM beendet, kommt in die Wertung. Wer also nach 2.00 PM nicht mehr aktiv auf der Strecke ist, ist raus.

In der ersten Stunde sind außerdem alle Hindernisse noch gesperrt (Sprint Modus) und exakt ab 3.00 PM am Samstag müssen dann alle Hindernisse überwunden werden - egal wo man sich gerade befindet.

Der Nachtmodus (Black Ops) geht von 5.00 PM bis 6.00 AM. In dieser Zeit gibt es einige Änderungen der Hindernisse. Zum Beispiel ist der Cliff Jump gesperrt, dafür müssen wir etwas länger laufen – mal wieder. Außerdem muss sich jeder Athlet zur Sicherheit in jeder Runde einem kurzen medizinischen Check unterziehen. Zusätzlich ist jeder Athlet dazu verpflichtet eine Stirnlampe und einen Sicherheitsflasher zu tragen. Geht dieser kaputt und man hat keinen Ersatz, muss man bis zum Sonnenaufgang in der Pit Area warten. Danke an LED Lenser an dieser Stelle.

Zelt und Verpflegung liegen in der Pit Area, wo auch unsere starken Betreuer Björn und Maxi uns unterstützen so gut es geht. Die Pit Area darf man nur nach jeder vollendeten Runde betreten. Das heißt für uns auch entweder dort immer genügend essen und trinken oder etwas mit auf die Strecke nehmen. Eine Chance uns dort aufzuwärmen haben wir nicht, denn Generatoren, Heizkörper o.ä. sind verboten.
Aufgrund des großen Müllanfalls in den letzten Jahren, vor allem durch Verpackungen und Flaschen, wird man dieses Jahr auch bei Missachtung der Müllvorschriften mit Disqualifikation bestraft.

Natürlich wird auch auf jegliches Verbot von Doping hingewiesen, Kontrollen sind allerdings nicht angekündigt und wird es wahrscheinlich auch nicht geben. In Mitten der Regeln stehen wie bei anderen OCR Wettkämpfen natürlich auch Fairplay und Sportsmanship.
Außerdem brauchen wir ein Attest vom Arzt, dass wir fit genug für den WTM und auch in der Lage sind 100m zu schwimmen.

Die Preisgelder teilen sich dieses Jahr für die Teams wie folgt auf:
1. Team $12.000, 2. Team $6.000, 3. Team $2.000
So richtig krass ist allerdings der Bonuspreis: Das erste Team, das 100 Meilen (=20 Runden) schafft, bekommt zusätzlich $100.000 Preisgeld. Diese stattliche Summe gibt es dieses Jahr zum ersten Mal und hat dafür gesorgt, dass es noch mehr und stärkere Teams gibt, als in den Jahren zuvor (siehe nächster Blogpost). Das hohe Preisgeld zieht dieses Jahr die Besten der Besten im Obstacle Course Running an und der Wettbewerb zwischen den Teams wird wohl so hart wie noch nie werden. Mit dabei sind:

  • Team Synergy Sports: Ryan Atkins (2 x WTM Sieger / 2. Spartan WM 2015), Jonathan Albon (1. Tough Guy 2015, 1. OCR World Championship 2015), Matt Murphy, Eric Batty
  • Team Wolfspack (WTM Team Sieger 2014 und die Team Mitglieder sind nahezu komplett in die Top 10 bei der Spartan WM gelaufen)
  • Team Under Armour Australia (WTM Sieger Team 2013 / 2012)
  • Team Ultranamous

Das Team, das die letzte volle Runde schneller bewältigt gewinnt, falls es mehrere Teams mit der gleichen Rundenanzahl geben sollte. Wird die letzte Runde (Finisher Lap) bis zum Ende (3.30) nicht beendet, zählt diese nicht.

Natürlich muss jedes Teammitglied jedes Hindernis selbst bewältigen und das Team innerhalb von 60 Sekunden gemeinsam die Zeitmarkierungen überschreiten.
Scheitert einer aus dem Team bei einem der Hindernisse, muss das gesamte Team die Strafrunde bzw. Strafaufgabe bewältigen. Gibt es nichts davon und das Team schafft es einfach nicht das Hindernis zu bewältigen, ist es disqualifiziert. Besonders wichtig für das Team: Wird eines der Teammitglieder disqualifiziert – für welchen Grund auch immer – ist das gesamte Team disqualifiziert, mit der einzigen Ausnahme, wenn es sich dabei um eine medizinische Disqualifikation handelt. Für uns bedeutet das, dass wir bei einem Ausfall eines Teammitglieds nur weitermachen können, wenn es medizinische disqualifiziert ist. Leider steht dazu in den Regeln nichts Konkretes und wir müssen abwarten, wie das Tough Mudder HQ damit umgeht.

Eins ist auf jeden Fall klar, auch die Regeln machen dieses 24h Rennen auf keinen Fall einfacher.