24h von Uhingen

Seit wir wissen, wie wir in Vegas antreten werden, wurde individuell trainiert.
Am Samstag den 23.September stand dann für unser „Nation-Relay“ Team die Generalprobe in Uhingen an.

Die „24h von Uhingen“ wurden dieses Jahr zum ersten mal als Hindernislauf präsentiert. Perfekt für unsere 4 Jungs, um auftauchende Ungewissheiten frühzeitig klären zu können.

  • Passt das Training?
  • Sind die Zweiergruppen richtig gewählt?
  • Welche Strategie ist die beste für Vegas?
  • Was wird an Verpflegung benötigt?
  • Was kann die Pit-Crew verbessern?

Vor dem Start:

Schon um 13:00 Uhr trafen sich unsere Jungs vor Ort um ihre Pit (Wechselzone) einzurichten und Feinheiten abzusprechen.

  • Wer Startet und in welcher Reihenfolge wird gelaufen.
  • Wann stellen wir auf den Gruppen-Modus um?
  • Wie wird regeneriert?
  • Was gibt’s zu Essen/Trinken?

Um 14:30Uhr ging es mit dem Chef-Organisator, einmal komplett über den 2,2km Rundkurs, um die 13 Hindernisse zu begutachten und aufkommende Fragen zu erklären. Schnell wurde klar, dass die Kommenden 24 Stunden eine nasse und anstrengende Angelegenheit werden.

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Zum Rennen:

Lukas Storath startete um 16:00Uhr mit dem Startschuss in die erste Runde. In der ersten Runde wurden alle Hindernisse gesperrt, sodass sich das Feld etwas entzerrt. Lukas konnte die erste Runde auf Platz zwei an Lucas Kempe übergeben, der jetzt die Hindernisse überwinden durfte. Yannick brachte dann die dritte Runde hinter sich und schickte Fabian in die vierte Runde. Genau diese Reihenfolge war unsere Strategie für die ersten paar Stunden um ein kleines Polster aufzubauen.

Die Strategie für die Ersten Runden war ziemlich einfach: Den Druck auf die anderen Teams so groß wie möglich zu machen. Starke Konkurrenz bot hier das Team der „Polizei Baden-Württemberg“ sowie das Elite-Team der Sparda-Bank. Nach den ersten Stunden konnte unser Team einen kleinen Sicherheitsabstand auf die Polizei und das Sparda-Team heraus laufen.

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Mit Einbruch der Dunkelheit stellten unsere Athleten dann auf eine andere Strategie um. Sie bildeten zwei Gruppen [Lukas Storath und Yannick] und  [Lucas Kempe und Fabian]. Diese wechselten sich jeweils nach insgesamt 6 Runden immer wieder ab. So hatte das eine Team, eine gute Stunde Pause, während das andere Team auf der Strecke Tempo machte. Während der Pause haben die Athleten eine Kleinigkeit gegessen, die Nassen Klamotten abgelegt und sich kurz ausgeruht. Da der Kreislauf in der Erholungsphase deutlich abgesunken ist, nutzten Sie ein Spinning-Bike um langsam wieder auf Touren zu kommen. Spätestens beim Anziehen der nassen Klamotten waren alle wieder hellwach.

Allem in einem passte alles nahezu perfekt, was auch an der ausgezeichneten Arbeit unserer Betreuer lag. „Lars Kroschewski“ der auch in Vegas als Betreuer dabei ist, kümmerte sich um „Lukas und Yannick“ während sich „Rick Hawle“ um die Gruppe „Lucas und Fabian“ kümmerte.

Während der Nacht mussten leider vereinzelt Hindernisse zugunsten der Sicherheit aus der Strecke genommen werden, wodurch die Strecke an Lauflastigkeit gewonnen hat.

Durch den kontinuierlichen Wechsel und das stetig hohe Tempo konnten Sie sich bis zum Sonnenaufgang bereits einen Vorsprung von 6 Runden auf die Zweit platzierten heraus laufen.

Mit den ersten Sonnenstrahlen kam noch ein zusätzlicher Energieschub. Bis zum Ende des Rennens konnten die vorgegebenen Zeiten nahezu konstant gehalten werden! Auch konnten die wieder in den Kurs aufgenommenen Hindernisse das Tempo nur unmerklich reduzieren.

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Am Ende stand uns der 1.Platz mit insgesamt 286 Kilometern zu gute. Das Ergebnis stimmt uns auf jeden Fall positiv für Vegas ein. Und jeder der vier weiß jetzt woran er noch arbeiten muss.

Es wäre gelogen zu sagen, dass es von Anfang an klar war das wir gewinnen. Bei einem 24 Stunden Rennen kann viel passieren. Die Polizei hat mit ihren drei Teams eine starke Konkurrenz an den Start gebracht und auch die anderen Teams haben keine Mühe gescheut uns nicht zur Ruhe kommen zu lassen.

Der Mentale Faktor ist bei 24 Stunden auch nicht zu vernachlässigen, was vor diesem Wochenende auch ein großes Fragezeichen war. Schließlich sind unsere 4 Jungs in dieser Konstellation noch nie zusammen gelaufen und haben sich so zum ersten Mal über einen längeren Zeitraum aushalten müssen.

 

Aber die Generalprobe ist geglückt. Jetzt folgt die Regeneration und im Anschluss der Feinschliff.

Jetzt gibt es nur noch eins!
WORLD‘S TOUGHEST MUDDER !